Lizenzinformationen
Zweck dieser Informationsseite
Lizenzdeals24 stellt auf dieser Informationsseite umfassende Informationen zu Softwarelizenzarten, Lizenzmodellen sowie den damit verbundenen Nutzungs- und Übertragungsrechten bereit. Ziel ist es, Unterschiede zwischen den jeweiligen Lizenzarten nachvollziehbar zu erläutern und eine transparente Orientierung bei der Einordnung verschiedener Softwarelizenzen zu schaffen.
Die bereitgestellten Inhalte richten sich an Privatpersonen, Unternehmen sowie öffentliche Einrichtungen und dienen ausschließlich der allgemeinen Information. Erläutert werden typische Einsatzbereiche, allgemeine Lizenzmerkmale sowie grundlegende rechtliche Rahmenbedingungen verschiedener Softwarelizenzmodelle. Maßgeblich sind stets die jeweils geltenden Lizenzbedingungen und Bestimmungen des jeweiligen Herstellers.
Was ist eine Softwarelizenz?
Eine Softwarelizenz beschreibt die rechtlichen Nutzungsrechte an einer Software. Sie legt fest, unter welchen Bedingungen eine Software installiert, aktiviert und verwendet werden darf. Der Umfang dieser Rechte richtet sich nach dem jeweiligen Lizenzmodell sowie den Lizenzbedingungen des Herstellers.
Je nach Produkt und Hersteller existieren unterschiedliche Lizenzarten mit verschiedenen Einsatzbereichen und Nutzungsrechten. Dazu gehören beispielsweise OEM-Lizenzen, Retail-Lizenzen (FPP), Volumenlizenzen, Cloud-Abonnements sowie weitere Lizenzmodelle für Unternehmen, Bildungseinrichtungen oder öffentliche Einrichtungen.
Ziel der unterschiedlichen Lizenzmodelle ist es, den jeweiligen Anforderungen verschiedener Nutzergruppen gerecht zu werden. Die Rechte und Bedingungen können sich unter anderem hinsichtlich der Installation, der Nutzung, der Übertragbarkeit, der Laufzeit sowie der Verwaltung einer Lizenz unterscheiden.
Übersicht der Lizenzarten
Software wird je nach Hersteller und Produkt über unterschiedliche Lizenzmodelle bereitgestellt. Die jeweilige Lizenzart bestimmt unter anderem den vorgesehenen Einsatzbereich, die verfügbaren Nutzungsrechte, die Übertragbarkeit sowie weitere lizenzrechtliche Eigenschaften. Die nachfolgenden Abschnitte erläutern die wichtigsten Lizenzarten und deren allgemeine Merkmale.
| Lizenzart | Kurzbeschreibung |
|---|---|
| OEM | Vom Hersteller oder Systemhersteller für die Nutzung entsprechend der jeweiligen Lizenzbedingungen bereitgestellte Softwarelizenz. |
| Retail (FPP) | Einzelhandelslizenz für Endkunden mit den jeweils geltenden Nutzungs- und Lizenzbedingungen des Herstellers. |
| Volumenlizenz | Lizenzmodell für Organisationen mit mehreren Benutzern oder Geräten. |
| Cloud Solution Provider (CSP) | Cloudbasiertes Lizenzmodell mit abonnementbasierter Bereitstellung von Diensten und Software. |
| Education | Lizenzmodell für berechtigte Bildungseinrichtungen, Lehrkräfte und Studierende gemäß den jeweiligen Herstellerbedingungen. |
OEM-Lizenzen
OEM steht für Original Equipment Manufacturer. OEM-Lizenzen werden von Softwareherstellern für die Bereitstellung ihrer Software im Zusammenhang mit Hardware oder über autorisierte Vertriebswege angeboten. Sie stellen eine eigenständige Lizenzart dar und unterliegen den jeweils geltenden Lizenzbedingungen des Herstellers.
OEM-Lizenzen kommen sowohl im privaten als auch im geschäftlichen Umfeld zum Einsatz. Welche Nutzungsrechte bestehen, richtet sich ausschließlich nach den für das jeweilige Produkt geltenden Lizenzbestimmungen. Je nach Softwareprodukt können sich diese hinsichtlich Installation, Nutzung, Übertragbarkeit und weiterer Lizenzmerkmale unterscheiden.
Vor der Nutzung einer OEM-Lizenz sollten stets die jeweils gültigen Lizenzbedingungen des Herstellers berücksichtigt werden. Maßgeblich sind die produktspezifischen Lizenzbestimmungen sowie die für das jeweilige Softwareprodukt geltenden Nutzungsbedingungen.
Retail-Lizenzen (FPP)
Retail-Lizenzen, auch als FPP (Full Packaged Product) bezeichnet, sind Softwarelizenzen, die für den Vertrieb an Endkunden vorgesehen sind. Sie werden vom Hersteller als eigenständige Lizenzform angeboten und unterliegen den jeweils geltenden Lizenzbedingungen des jeweiligen Softwareprodukts.
Je nach Hersteller und Produkt können Retail-Lizenzen unterschiedliche Nutzungsrechte enthalten. Dazu gehören unter anderem Regelungen zur Installation, Aktivierung, Nutzung sowie gegebenenfalls zur Übertragung der Lizenz. Maßgeblich sind hierbei stets die jeweiligen Lizenzbedingungen des Herstellers.
Retail-Lizenzen werden sowohl von Privatpersonen als auch von Unternehmen eingesetzt. Vor der Verwendung einer Softwarelizenz sollten die produktspezifischen Lizenzbedingungen sowie die geltenden Endbenutzer-Lizenzbestimmungen (EULA) des Herstellers beachtet werden.
Volumenlizenzen
Volumenlizenzen sind Lizenzmodelle, die von Softwareherstellern für Organisationen mit mehreren Benutzern oder einer größeren Anzahl von Geräten bereitgestellt werden. Sie ermöglichen eine zentrale Verwaltung von Softwarelizenzen und werden überwiegend in Unternehmen, Behörden, Bildungseinrichtungen und anderen Organisationen eingesetzt.
Je nach Lizenzprogramm können Volumenlizenzen unterschiedliche Berechtigungen, Aktivierungsverfahren und Verwaltungsoptionen umfassen. Die jeweiligen Nutzungsrechte richten sich nach dem zugrunde liegenden Lizenzprogramm sowie den geltenden Lizenzbedingungen des Herstellers.
Zu den bekannten Aktivierungsverfahren im Rahmen von Volumenlizenzprogrammen gehören beispielsweise MAK (Multiple Activation Key) sowie KMS (Key Management Service). Welche Aktivierungsart verwendet wird, hängt vom jeweiligen Produkt und Lizenzprogramm ab.
Maßgeblich für den Umfang der Nutzung, die Übertragbarkeit sowie weitere Lizenzrechte sind ausschließlich die jeweils gültigen Lizenzbedingungen und Programmbestimmungen des jeweiligen Herstellers.
Cloud Solution Provider (CSP)
Das Cloud Solution Provider (CSP)-Programm ist ein Lizenzmodell von Microsoft für die Bereitstellung cloudbasierter Software und Dienste. Es richtet sich in erster Linie an Unternehmen und Organisationen, die Software, Cloud-Dienste und Abonnements zentral verwalten möchten.
Im CSP-Modell werden Softwareprodukte und Onlinedienste in der Regel als abonnementbasierte Lizenzen bereitgestellt. Die Verwaltung erfolgt über die entsprechenden Microsoft-Dienste und Administrationsportale. Art und Umfang der Nutzung richten sich nach dem jeweils gewählten Produkt sowie den geltenden Lizenzbedingungen von Microsoft.
Je nach Produkt können unterschiedliche Laufzeiten, Benutzerzuweisungen, Verwaltungsfunktionen sowie Cloud-Dienste Bestandteil einer CSP-Lizenz sein. Änderungen an Benutzeranzahl oder Lizenzumfang erfolgen im Rahmen der jeweiligen Vertrags- und Programmbedingungen.
Maßgeblich für sämtliche Nutzungsrechte, Laufzeiten und Verwaltungsoptionen sind die jeweils gültigen Microsoft Product Terms sowie die für das jeweilige Produkt geltenden Lizenz- und Vertragsbedingungen.
Education-Lizenzen
Education-Lizenzen sind spezielle Softwarelizenzen, die von Herstellern für Bildungseinrichtungen sowie weitere berechtigte Nutzergruppen bereitgestellt werden. Die Voraussetzungen für den Erwerb und die Nutzung werden ausschließlich durch die jeweiligen Lizenzprogramme und Lizenzbedingungen des Herstellers festgelegt.
Je nach Hersteller können Bildungseinrichtungen, Lehrkräfte, wissenschaftliche Mitarbeiter, Studierende oder weitere berechtigte Organisationen für entsprechende Lizenzprogramme qualifiziert sein. Die Berechtigung ist produkt- und programmabhängig und kann vor dem Erwerb überprüft werden.
Education-Lizenzen unterscheiden sich hinsichtlich ihres vorgesehenen Einsatzbereichs, ihrer Nutzungsrechte sowie möglicher Einschränkungen von anderen Lizenzarten. Welche Rechte und Bedingungen gelten, richtet sich nach den jeweiligen Herstellerbestimmungen und dem zugrunde liegenden Lizenzprogramm.
Maßgeblich für die Nutzung einer Education-Lizenz sind ausschließlich die jeweils gültigen Lizenzbedingungen, Programmbestimmungen und Teilnahmevoraussetzungen des jeweiligen Softwareherstellers.
Nutzungsrechte
Die Nutzungsrechte einer Softwarelizenz bestimmen, in welchem Umfang eine Software verwendet werden darf. Sie ergeben sich aus dem jeweiligen Lizenzmodell sowie den Lizenzbedingungen des Herstellers und können sich je nach Produkt und Lizenzart unterscheiden.
Zu den typischen Regelungsbereichen gehören unter anderem die Anzahl der zulässigen Installationen, die Nutzung durch einzelne Benutzer oder Geräte, der Einsatz im privaten oder geschäftlichen Umfeld, Virtualisierungsrechte, Netzwerk- und Servereinsatz sowie weitere produktspezifische Nutzungsbedingungen.
Nicht jede Softwarelizenz gewährt identische Nutzungsrechte. Art und Umfang der zulässigen Nutzung richten sich ausschließlich nach den für das jeweilige Produkt geltenden Lizenzbestimmungen des Herstellers.
Vor der Installation und Nutzung einer Software empfiehlt es sich daher, die jeweils gültigen Lizenzbedingungen sorgfältig zu prüfen, um sicherzustellen, dass die Nutzung entsprechend der vorgesehenen Lizenzrechte erfolgt.
Übertragungsrechte
Die Übertragbarkeit einer Softwarelizenz beschreibt, ob und unter welchen Voraussetzungen Nutzungsrechte auf eine andere Person oder Organisation übertragen werden können. Die jeweiligen Regelungen unterscheiden sich je nach Hersteller, Produkt und Lizenzmodell.
Ob eine Lizenz übertragbar ist, richtet sich nach den geltenden Lizenzbedingungen des Herstellers sowie den für das jeweilige Lizenzprogramm maßgeblichen Bestimmungen. Je nach Lizenzart können unterschiedliche Voraussetzungen, Einschränkungen oder Dokumentationsanforderungen bestehen.
Neben den Lizenzbedingungen können auch gesetzliche Vorgaben und die jeweils anwendbare Rechtsprechung für die Beurteilung der Übertragbarkeit von Softwarelizenzen von Bedeutung sein. Die Bewertung erfolgt stets unter Berücksichtigung des konkreten Einzelfalls.
Vor einer Übertragung oder Weitergabe einer Softwarelizenz sollten daher sowohl die jeweiligen Herstellerbedingungen als auch die geltenden rechtlichen Rahmenbedingungen berücksichtigt werden.
Vergleich der Lizenzarten
Die nachfolgende Übersicht zeigt die wesentlichen Unterschiede der häufigsten Softwarelizenzarten. Die dargestellten Informationen dienen der allgemeinen Orientierung. Maßgeblich sind stets die jeweils gültigen Lizenzbedingungen und Programmbestimmungen des jeweiligen Herstellers.
| Lizenzart | Privat | Unternehmen | Übertragbarkeit | Laufzeit | Typische Aktivierung |
|---|---|---|---|---|---|
| OEM | Ja | Ja | Abhängig von den Lizenzbedingungen | Dauerlizenz | Online / Telefonisch |
| Retail (FPP) | Ja | Ja | Gemäß Lizenzbedingungen | Dauerlizenz | Online / Telefonisch |
| Volumenlizenz | Teilweise | Ja | Abhängig vom Lizenzprogramm | Je nach Programm | MAK / KMS |
| CSP | In der Regel nein | Ja | Nicht übertragbar | Abonnement | Microsoft-Konto / Admin Center |
| Education | Berechtigte Nutzer | Bildungseinrichtungen | Gemäß Lizenzbedingungen | Je nach Produkt | Herstellerabhängig |
Rechtliche Hinweise
Die auf dieser Informationsseite bereitgestellten Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information über verschiedene Softwarelizenzarten, Lizenzmodelle sowie deren typische Eigenschaften. Sie ersetzen keine individuelle rechtliche Beratung und stellen keine verbindliche Auslegung einzelner Lizenzbedingungen dar.
Die jeweiligen Nutzungsrechte ergeben sich ausschließlich aus den für das betreffende Softwareprodukt geltenden Lizenzbedingungen, Endbenutzer-Lizenzvereinbarungen (EULA), Produktbestimmungen sowie den Programmbedingungen des jeweiligen Herstellers. Diese können sich je nach Produkt, Version und Lizenzprogramm unterscheiden.
Gesetzliche Bestimmungen sowie die jeweils anwendbare nationale und europäische Rechtsprechung können für einzelne Lizenzmodelle oder Sachverhalte zusätzliche Anforderungen oder Besonderheiten vorsehen. Maßgeblich sind stets die im Einzelfall geltenden gesetzlichen Vorschriften sowie die jeweiligen Herstellerbedingungen.
Lizenzdeals24 aktualisiert diese Informationsseite regelmäßig, um Inhalte nach bestem Wissen aktuell und verständlich bereitzustellen. Trotz sorgfältiger Prüfung kann keine Gewähr für die Vollständigkeit, Aktualität oder fortdauernde Gültigkeit sämtlicher Informationen übernommen werden.
Glossar der Lizenzbegriffe
Das nachfolgende Glossar erläutert häufig verwendete Begriffe aus dem Bereich der Softwarelizenzierung. Die Definitionen dienen der allgemeinen Orientierung und ersetzen nicht die jeweils gültigen Lizenzbedingungen des Herstellers.
| Begriff | Beschreibung |
|---|---|
| OEM | Original Equipment Manufacturer. Lizenzmodell, das vom Hersteller für bestimmte Vertriebs- oder Bereitstellungsformen vorgesehen ist. |
| Retail (FPP) | Einzelhandelslizenz (Full Packaged Product), die für Endkunden bereitgestellt wird. |
| Volumenlizenz | Lizenzprogramm für Organisationen mit mehreren Benutzern oder Geräten. |
| CSP | Cloud Solution Provider – Microsoft-Lizenzprogramm zur Bereitstellung cloudbasierter Software und Dienste. |
| CAL | Client Access License – Zugriffsberechtigung für bestimmte Microsoft-Serverprodukte. |
| User CAL | Zugriffslizenz, die einer bestimmten Benutzerin oder einem bestimmten Benutzer zugeordnet wird. |
| Device CAL | Zugriffslizenz, die einem bestimmten Gerät zugeordnet wird. |
| RDS CAL | Remote Desktop Services Client Access License für den Zugriff auf Microsoft Remote Desktop Services. |
| MAK | Multiple Activation Key – Aktivierungsverfahren für bestimmte Volumenlizenzprogramme. |
| KMS | Key Management Service – Aktivierungsdienst für Volumenlizenzen innerhalb eines Netzwerks. |
| EULA | End User License Agreement – Endbenutzer-Lizenzvereinbarung des jeweiligen Herstellers. |
| Product Terms | Offizielle Produkt- und Lizenzbestimmungen des Herstellers für bestimmte Softwareprodukte und Lizenzprogramme. |
| LTSC | Long-Term Servicing Channel – Veröffentlichungsmodell mit langfristigem Support für ausgewählte Microsoft-Produkte. |
| Dauerlizenz | Zeitlich unbefristetes Nutzungsrecht gemäß den jeweiligen Lizenzbedingungen des Herstellers. |
| Abonnement | Zeitlich befristetes Nutzungsmodell, das während der Vertragslaufzeit den Zugriff auf Software oder Dienste ermöglicht. |
| Aktivierung | Verfahren zur Freischaltung einer Software entsprechend den Herstelleranforderungen. |
| Core-Lizenzierung | Lizenzmodell, bei dem die Anzahl der physischen oder virtuellen Prozessorkerne die erforderliche Lizenzierung bestimmt. |
Offizielle Quellen und weiterführende Informationen
Microsoft
- Microsoft Product Terms
- Microsoft Learn
- Microsoft Licensing
- Microsoft Product Lifecycle
Adobe
- Adobe Licensing Terms
- End User License Agreement (EULA)
- Produktdokumentationen
Alle auf dieser Informationsseite aufgeführten externen Verweise führen zu offiziellen Informationsseiten der jeweiligen Softwarehersteller. Lizenzbedingungen, Produktbestimmungen, Endbenutzer-Lizenzvereinbarungen (EULA) sowie Produktdokumentationen können von den Herstellern jederzeit aktualisiert oder geändert werden. Maßgeblich sind stets die zum jeweiligen Zeitpunkt veröffentlichten Herstellerinformationen sowie die für das jeweilige Softwareprodukt geltenden Lizenz- und Vertragsbedingungen.
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